Tippen war gestern. Immer mehr Suchanfragen werden ins Handy gesprochen – beim Autofahren, beim Kochen oder unterwegs. Sprachsuche (Voice Search) unterscheidet sich grundlegend von der getippten Suche.
Wer tippt, ist faul: „Friseur Berlin“. Wer spricht, redet in ganzen Sätzen: „Wo ist der nächste Friseur, der jetzt noch offen hat?“
Was bedeutet das für Ihr Marketing?
1. Optimieren Sie auf W-Fragen
Ihre Website sollte Antworten auf die typischen W-Fragen geben (Wer, Wo, Wann, Wie teuer?). Integrieren Sie diese Fragen direkt in Ihre Texte oder FAQs.
2. „Near Me“ ist der Schlüssel
Sprachassistenten greifen extrem stark auf den Standort des Nutzers zu. Damit Sie bei „in der Nähe“ angezeigt werden, muss Ihr Google Unternehmensprofil perfekt gepflegt sein und Ihre Website muss klare lokale Signale (Adresse im Footer, Google Map eingebettet) senden.
3. Sprechen Sie „natürlich“
Verabschieden Sie sich von reinen Keyword-Wüsten. Schreiben Sie Ihre Texte so, wie Sie mit einem Kunden sprechen würden. KIs analysieren semantische Zusammenhänge („Natural Language Processing“). Wenn Ihr Text natürlich klingt, wird er eher als Antwort vorgelesen.
4. Speed ist bei Voice entscheidend
Sprachassistenten warten nicht. Wenn Ihre Website 5 Sekunden lädt, bricht der Assistent ab und nimmt das nächste Ergebnis. Mobile Ladezeit ist ein direkter Rankingfaktor für Voice Search.
Der Praxis-Check
Nehmen Sie Ihr Handy und fragen Sie Siri oder Google Assistant nach Ihrer eigenen Dienstleistung in Ihrer Stadt. Wer wird genannt? Wenn es nicht Sie sind, haben wir Arbeit vor uns.